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Alles zuliebe „Unserer Lieben Frau und des heiligen Adalbert“

Mit 100 m Höhe und einer beeindruckenden Kuppel, mit einem Durchmesser von 33,5 m ist der Dom „Unserer Lieben Frau und des heiligen Adalbert“ von Esztergom, eine der größten Kirchen der Welt. Der heutige, klassizistische Kirchenbau, der in Gran, der früheren ungarischen Hauptstadt, auf einem Hügel direkt an der Donau steht, wurde ab 1820 gebaut und musste jetzt dringend saniert werden. Da der Zugang und die Nutzung des denkmalgeschützten Bauwerks durch die notwendige Sanierung der Kuppel nicht beeinträchtigt werden durfte, musste auf jeden Fall eine Lösung ohne Standgerüst gefunden werden. Der beauftragte Gerüstbauer Belvárosi Építo” Kft. schöpfte alle Möglichkeiten des Integrierten Systems von Layher aus. So wurde erstmals der Layher Allround Brückenträger und der Allround Fachwerkträger kombiniert, um in 34 m Höhe den Durchmesser der Kuppel zu überbrücken und eine stabile Basis für das eigentliche 80 t Kuppelgerüst zu schaffen.

Das Gerüstbauunternehmen, dessen Auftraggeber und Layher Ungarn sowie ein Team von Ingenieuren, Statikern und Bauprofis entwickelten gemeinsam eine integrierte Systemlösung. Um mögliche Probleme bei der Einrüstung zu vermeiden, den Aufbau detailliert zu planen und die Logistik abzustimmen, unterstützten die Layher Anwendungsingenieure im Vorfeld mit detaillierten digitalen 3D-Zeichnungen in LayPLAN CAD und einer digitalen Vorplanung im Rahmen von Layher SIM® (Scaffolding Information Modeling). „Nicht nur für uns war das eine der komplexesten Gerüstkonstruktionsaufgaben aller Zeiten“, führte Patrik Tóth, Technischer Manager von Layher Ungarn aus. „Bevor wir das 80 t Kuppelgerüst montieren konnten, mussten wir auf 34 m Höhe den kompletten Kuppeldurchmesser von 26 m freitragend überbrücken. Das war und ist spektakulär“, ergänzt der Gerüstbau-Praktiker. 


Gerüstbau mit Fingerspitzengefühl und Mut zu Neuem
„Die Aufgabe versprach, schon allein wegen der Lage, sehr spannend und herausfordernd zu werden. Die Esztergom Basilika ist eine der größten Kirchen in Mitteleuropa und steht inmitten weiterer Denkmäler. Daher erforderte der Gerüstbau neben guten Ideen auch viel Fingerspitzengefühl", erläutert László Ruzsics, Geschäftsführer des Gerüstbauers Belvárosi Építö Kft. „Zunächst wurde auf dem Boden der Kirche eine leichte Montagebrücke aus Layher Allround Fachwerkträgern gebaut, die mithilfe von Winden auf eine Höhe von 34 m gehoben wurde“, erklärt der Gerüstbauprofi. „Nach der Verankerung dieser zusätzlichen Tragstrukturen auf den Fensterbänken wurden die Haupttragelemente des Layher Allround Brückenträgers montiert. Abschließend wurden zur rechtwinkligen Verbindung weitere Layher Allround Fachwerkträger eingesetzt, um das Ganze weiter zu versteifen und die benötigte Tragkraft zu generieren,“ so Ruzsics. Das Außergewöhnliche dabei ist, dass der Allround Brückenträger und der Allround Fachwerkträger bislang noch nie zusammen eingesetzt wurden. Die gesamte Gerüstlösung konnte aus Standard-Systemkomponenten errichtet werden, sodass auf eine teure und aufwendige, kundenspezifische Stahlträgerstruktur verzichtet werden konnte.

 
Alle Möglichkeiten des Allround-Systems nutzen
Als Abfangkonstruktion für das Arbeitsgerüst unter der Kuppel dienen zwei Elemente aus Allround Brückenträgern, die auf den Fenstersimsen gelagert sind. Darauf wurden
Überbrückungen aus Allround Fachwerkträger im Winkel von 90° ergänzt. Diese Konstruktion kann die 80 t des Arbeitsgerüsts zuverlässig aufnehmen. Auf dieser Stützstruktur wurde eine sichere Arbeitsplattform für die Restaurierung montiert. Durch die statische und maßliche Integration dieser Elemente ins AllroundGerüst war der Weiterbau mit Allround Standardbauteilen problemlos möglich. Das flexible und leichte modulare AllroundGerüst ermöglichte die einfache und schnelle Anpassung des Arbeitsgerüsts an die Kuppelform. Mit seiner Höhe von etwa 30 m, enthält es zwei Arbeitsebenen, die je nach Bedarf der Restauratoren unkompliziert erweitert werden können. „Aufgrund des extrem geringen Gewichts der Lightweight-Bauteile kann es sehr schnell auf- und abgebaut werden und belastet die Struktur nicht unnötig, wenn keine Arbeiten ausgeführt werden“, erklärt Gusztáv Pruzsinszki, Gerüstbauingenieur bei Layher Ungarn. Für die erneute Vergoldung des Kreuzes musste auch dieses Element eingerüstet werden, da es nicht entfernt werden konnte. Da die Konstruktion in 100 m Höhe hohen Windlasten und anderen Wetterbedingungen standhalten musste, war auch hier ein stabiles Gerüst aus Allround Material erforderlich. 

Ein eingespieltes Team
Neben dem Integrierten System von Layher hat auch das Montage-Know-how des Gerüstbauteams maßgeblich zur reibungslosen Durchführung beigetragen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung konnten die Monteure den Aufbau in 34 m Höhe nicht nur sicher, sondern vor allem auch schnell realisieren. Dabei konnten durch die detaillierte Vorbereitung mit dem LayPLAN CAD schon in der Planungsphase die größten Herausforderungen erkannt und Lösungen für einen effizienten und sicheren Aufbau erarbeitet werden. Bevor die Konstruktion in der Kirche montiert wurde, errichteten die Gerüstbauprofis einen Versuchsaufbau im Freien, damit die Arbeiten auch in einer Höhe von 36 Metern reibungslos und sicher verlaufen. Zudem wurden auch umfangreiche Belastungstests durchgeführt, um die Berechnungen zu verifizieren. Alle Messungen bestätigten, dass die geplante Konstruktion wie gedacht funktioniert. Die Spezialisten von Belvárosi ÉpítőKft. leisten seit 2006 herausragende fachliche Arbeit auf dem Gebiet der Restaurierung ungarischer Denkmäler. Derzeit beschäftigt das stetig wachsende Unternehmen an seinem Standort Szentendre, knapp 20 km nördlich von Budapest, 90 eigene Mitarbeiter und diverse Subunternehmen.

VERBAUTE PRODUKTE

 

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Gerüst
 

  

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